Chronik
1992 übernahm Raik Fischer (r.) den Leipziger Kammerchor. In dieser Zeit war u. A. der Kibbuz-Artzi-Chor aus Haifa zu Gast, mit denen kräftig musiziert wurde.
Unter der Leitung von Dr. Michael Reuter, Dozent an der Universität Leipzig, führten wir „vergessene“ Werke von Leipziger Komponisten auf. Vermutlich erstmals erklang der Psalm XII aus dem Nachlass von Wilhelm Weissmann (1900-1980); u.a. damit traten wir zum 19. Chorfest des Deutschen Sängerbundes in Köln auf.
Der Fagottist im Gewandhausorchester Thomas Reinhardt nahm sich für ein halbes Jahr des „verwaisten“ Chores an. Einfühlsam studierte er mit uns für Konzerte im Kleinen Saal des Gewandhauses und in Wechselburg.
Michael Gläser, ehemaliger Thomaner, Sänger im Rundfunkchor und Dirigent, forderte nachdrücklich Höchstleistungen von uns Sängerinnen und Sängern. So kam es mit den „Liebesliederwalzern “ von Johannes Brahms zur „beseelten Aufführung“ mit „geschmeidiger Stimmgebung“, „deutlicher Artikulation“ und „lebensvoller Ausstrahlung“, so eine Rezension vom April 1989. Am 3. Oktober 1989 wurde dem Leipziger Kammerchor der Kunstpreis der Stadt Leipzig verliehen. 1990 folgte Michael Gläser einer Berufung als Leiter des Bayerischen Rundfunkchores.
Der Lektor im Hofmeister Musikverlag und Komponist Horst Irrgang führte Stimmbildung ein und bestimmte durch große Sensibilität die Chorarbeit. Seine Programmdramaturgie war Markenzeichen. Das Konzertjahr 1984 schloss mit einem Konzert im Großen Saal des Gewandhauses, wo mit dem „Jubilate“ erstmals ein Vokalwerk von Henry Purcell aufgeführt wurde.
Seit der Gründung 1973 führte uns Johannes Schulz (Sänger im Rundfunkchor) zu ersten Erfolgen auf Konzertreisen nach Krakow, Kiew, Brno und Plovdiv. 1977 begann die Tradition der jährlichen Weihnachtskonzerte im Festsaal des Alten Rathauses oder der Handelsbörse zu Leipzig. Ein besonderes Erlebnis war 1981 das Weihnachtskonzert mit Solisten und dem Akademischen Orchester im neu erbauten Gewandhaus zu Leipzig.






